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Anfang zur Wende in der EU-Agrarpolitik?
 

Anfang zur Wende in der EU-Agrarpolitik?

Veröffentlicht am 12. Okt 2010

Für Wirbel in der EU-Agrarpolitik sorgt momentan ein öffentlich gewordener Vorstoß der EU-Kommission, der zwar in weiten Teilen unkonkret ist, aber doch zumindest in einigen Punkten Klartext spricht.

So spricht sich die EU-Kommission dafür aus, die Agrarsubventionen so umzugestalten, dass Direktzahlungen künftig nicht mehr (praktisch) bedingungslos ausgezahlt werden, sondern an konkrete Umweltmaßnahmen gekoppelt werden. Andernfalls seien die Direktzahlungen für den Steuerzahler nicht nachvollziehbar.

Weiterhin setzt sich die Kommission für eine Obergrenze der Direktzahlungen aus, was ein wichtiger Schritt gegen die zunehmende Industrialisierung der Agrarwirtschaft wäre und kleinen Bauern mehr Chancen im Wettbewerb gegen die Agrarkonzerne gäbe.

Die Kommission spricht außerdem die (vor allem von der Agrarindustrie verursachte) Verschlechterung der Boden-, Wasser- und Luftqualität an und scheint entschlossen, dagegen vorgehen zu wollen.

Der Tierschutz kommt in dem Papier der Kommission dagegen fast gar nicht vor, ist aber zumindest von den oben genannten Punkten indirekt betroffen.

Auch wenn es viel zu früh zum Jubeln ist, besteht zumindest Grund zur Hoffnung, dass der neue EU-Agrarkommissar Dacian Cioloș einige wichtige Impulse setzen wird.

Das durchgesickerte Papier finden Sie hier in voller Länge (englisch).

Quelle: http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/wende-in-der-eu-agrarpolitik

 
Montag, 18. Oktober 2010 19:09 171
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