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Schächtverbot ab 2011 in der Türkei
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Opfer»fest« und SchächtverbotVeröffentlicht am 16. Nov 2010
Heute beginnt das Opfer»fest« ‘Idu l-Aḍḥā (Kurban Bayrami), das als das höchste islamische Fest gilt und zu dessen Anlass etliche Tiere geschächtet werden. Es ist absehbar, dass während des Opferfests massenhaft gegen das Tierschutzgesetz verstoßen werden wird, da viele Familien es sich nicht nehmen lassen werden, Schafe und Ziegen selbst betäubungslos zu schächten – ohne Ausbildung und ohne Genehmigung. Sollten Sie solche Vorgänge bemerken, rufen Sie bitte die Polizei. Nachtrag: In Alsheim haben Polizei und Veterinäramt das Schächten von 88 Schafen gestoppt, allerdings waren zu diesem Zeitpunkt schon 58 Tiere tot. Wir haben aber auch unerwartet gute Nachrichten zum Thema: Die Türkei wird das betäubungslose Schächten ab Dezember 2011 verbieten. Das Präsidium für religiöse Angelegenheiten erklärte dazu, dass es keine Bedenken gäbe, wenn die Tiere vor der Schlachtung per Elektroschock betäubt würden. Die Türkei spricht jetzt davon, dass »schmerzlose Schlachten« einzuführen, was sich u.a. aufgrund der hiesigen Erfahrungen mit hohen Fehlbetäubungsraten leider als Euphemismus entpuppen wird. Trotzdem geht die Türkei einen für ihre Verhältnisse großen Schritt in Richtung Tierschutz, der Anerkennung verdient. Tierkämpfe werden im gleichen Zug mit verboten. Gleichzeitig wird die deutsche Bundesregierung beantworten müssen, warum es in einem islamischen Land gelingt, das betäubungslose Schächten gänzlich zu verbieten, während dies in einem Land, das vor allem atheistisch und christlich geprägt ist, nicht passiert.
Quelle: http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/opferfest-und-schaechtverbot |
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