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wieder ein Schlag ins Gesicht der Verbraucher: Nach dreijährigem (!) Ringen haben die EU-Abgeordneten bei der Angabe der Inhaltsstoffe eine Mindestschriftgröße von nur 1,2 mm oder – bei kleinen Packungsgrößen – sogar von nur 0,9 mm beschlossen! Diese Schrift ist so winzig, dass es schon Urteile deutscher Richter gab, die die Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB’s) von Unternehmen in dieser Schriftgröße für unwirksam erklärt haben.
Zusätzlich haben die EU-Abgeordneten entschieden, dass die ohnehin kaum lesbaren Angaben auf die Rückseite der Verpackung verbannt werden!
Auch beim Herkunftsnachweis ist die EU vor der Industrielobby in die Knie gegangen. Lediglich bei frischem Fleisch soll die Angabe der Herkunft in Zukunft zur Pflicht werden. Gescheitert dagegen ist die Herkunftsangabe bei Fleisch in verarbeiteten Produkten und bei Milch und Milchprodukten.
Vor einem Jahr hat das Europaparlament auf Druck der Industrielobby die Einführung der Lebensmittel-Ampel abgelehnt. Jetzt mussten die Verbraucher erneut eine Schlappe hinnehmen. Beide Fälle zeigen deutlich: Die wirklich wichtigen Entscheidungen in der Lebensmittelpolitik werden europaweit gefällt. Das lässt nur eine Schlussfolgerung zu: Wir Verbraucher müssen uns europaweit organisieren! Bitte helfen Sie dabei mit und werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch. Wenn wir die Europa-Politiker der verschiedenen europäischen Länder beeinflussen wollen, müssen wir in der Lage sein, Druck in den einzelnen europäischen Ländern aufzubauen. Dazu brauchen wir foodwatch in den einflussreichsten EU-Ländern, denn eine gesamteuropäische Öffentlichkeit gibt es nicht.
Liebe foodwatch-Interessierte, bitte helfen Sie uns dabei und werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch. Die Verbreitung von foodwatch in Europa ist nicht umsonst zu haben und deshalb brauchen wir Ihre Unterstützung. Erste Schritte haben wir schon unternommen: Seit Anfang 2010 unterhalten wir ein kleines Büro in den Niederlanden. Dort gibt es bereits die ersten Mitglieder und der Zulauf hält an.
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